Historische Rosen sind en vogue. Leider blühen sie nur wenigen Wochen, statt den Sommer über immer neue Blüten zu bilden. Während dieser Zeit bedecken sich die bis zu zwei Meter hohen Büsche mit Hunderten von Blüten.
Unsere Tipps aus GartenEden für üppige Rosenpracht im Juni:
- Verblühtes: Regelmäßiges »dead-heading« (so nennen die rosenbegeisterten Briten das Entfernen verblühter Rosen) ist unbedingt erforderlich. Erst recht in Regenperioden, denn die zarte Substanz der Blütenblätter verklumpt schnell und überzieht sich dann mit einem gräulichen Pilzrasen.
- Gießen: Beim Wässern immer direkt an die Wurzeln gießen und nicht »über Kopf«.
- Kletterrosen: Viele der zarttriebigen Sorten hervorragend als Kletterrosen ziehen ? auch wenn sie nicht speziell dafür gezüchtet sind. Ein Versuch lohnt sich immer.
- Im Container: Wer im Sommer Rosen im Container pflanzt, muss warten können. Drei bis vier Jahre brauchen die Sträucher, um ihre volle Schönheit zu erreichen.
- Düngen: Bedarfsgerechte Nährstoffversorgung ist wichtig. Spezielle Rosendünger sollten während des Wachstums im Frühjahr und nach der Hauptblüte ausgebracht werden.
- Pflanzschnitt: Bei der Pflanzung im Herbst oder Frühjahr werden wurzelnackte Rosen geschnitten. Die Wurzeln sollten dazu leicht angeschnitten werden; vertrocknete Stellen werden entfernt. Oberirdisch auf drei bis fünf Augen zurückschneiden, die Schnittflächen nur ganz leicht anschrägen.
- Pflanzung: Das Pflanzloch sollte so groß und tief sein, dass die Wurzeln frei ausgebreitet Platz darin haben. Nicht zu hoch und nicht zu tief pflanzen!
- Standort: Erfolgreiche Kultur von Rosen braucht eine feste Grundlage. Ein lehmiger Boden, der nicht zu Staunässe neigt, ist genau das Richtige für die Königin der Blumen. Er speichert Feuchtigkeit ? sommerliches Wässern ist nur während andauernder Trockenperioden notwendig.
- Grundsätzliches: Je opulenter die Blüte, desto besser sollte der Boden sein. Sandige Böden eignen sich für die anspruchsloseren Sorten der Kartoffelrose (Rosa rugosa). Auch hier gibt es viele alte Sorten zu entdecken.
- Standort: Alle Rosen brauchen einen Platz an der Sonne, historische Sorten mit dunklen Farbtönen sollten aber nicht in exponierten Südlagen stehen. Dort bleichen die Pigmente schnell aus und verändern die charakteristische Farbgebung.
- In Kübeln: Pflanzen Sie Rosen in Kübeln, müssen die Gefäße mindestens 60 Zentimeter tief sein. Container-Rosen können bei frostfreiem Wetter und während mäßiger Fröste in so geräumigen Gefäßen ganzjährig draußen bleiben. Auch hier wird im Winter gewässert. Im zeitigen Frühjahr werden angehäufelte Erde oder Rindenmulch wieder entfernt, damit die Rosen nicht zu früh durchtreiben.
- In Töpfen: In Töpfen muss die Erde den Anforderungen der Rose genügen, aber auch besonders durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Daher empfiehlt es sich, bei der Pflanzung eine Spezialerde zu verwenden. Floragard Rosenerde etwa enthält extra viel Humus und ist genau auf die Bedürfnisse von Rosen abgestimmt. Wertvoller Guano versorgt sie lang anhaltend mit allen wichtigen Nährstoffen. Ton nährt die Rosen zusätzlich mit Spurenelementen und dient als Wasser- und Nährstoffspeicher.
- Schädlinge: Wer seine Rosen optimal düngt, verringert die Anfälligkeit gegenüber pilzlichen Rosenkrankheiten. Manche historischen Sorten sind von schwächlicher Konstitution und empfänglich für Rost und Sternrusstau. Die kapriziöse Blüte entschädigt dafür!