
Weiß reflektiert Licht sehr gut, während dunklere Farben wie Rot oder Blau Licht "schlucken". Blaue oder rote Blüten sind deshalb in der Abenddämmerung viel schlechter oder gar nicht mehr zu erkennen, während weiße Blüten noch gut zu sehen sind. Die Pflanzen in einem weißen Garten müssen nicht zwangsläufig in reinem Weiß blühen, auch andere helle Nuancen wie zarte Blau-, Gelb- und Lilatöne passen gut. Zusätzlichen Reiz gewinnt ein Garten für den Abend mit duftenden Blumen wie Abessinischen Gladiolen (Gladiolus callianthus `Murielae`) oder einigen Liliensorten. Ein weißer Garten hat eine ganz besondere Ausstrahlung. Er wirkt beruhigend und erfrischend, und das Grün der Blätter lässt Weiß geradezu leuchten. Ein solcher Garten kann je nach Pflanzenwahl, Material und Gestaltung zum Beispiel sachlich-modern oder sehr romantisch anmuten. Er ist auch ideal für Menschen, die erst abends dazu kommen, ihr Zuhause zu genießen.
So wie GartenEden-Autorin Martina Löber: "In meinem eigenen Garten habe ich einen Bereich für weiß blühende Stauden und Gehölze und solche mit panaschiertem Laub reserviert. Deren helle Farbtöne bringen Licht in den Garten und eignen sich wunderbar für kleine oder relativ schattige Stadtgärten. In Kübeln kommen Hortensien, Engelstrompeten und Schmuck-lilien in Frage. Wer Rosen liebt, ist mit der gefüllt blühenden 'Little White Pet' gut beraten. Im Staudenbeet sind zarte Kosmeen ein schöner Hingucker. Weiße Blüten, grün-weiß panaschiertes Laub, aber auch weiße Töpfe und Deko-Elemente kommen besonders gut zur Geltung, wenn sie mit dunkellaubigen, immergrünen Gehölzen wie Buchs, Eibe oder Kirschlorbeer kombiniert werden.?
Text und Bilder: IZB