ein reich für den froschkönig

 

Wer im nächsten Frühjahr in seinem Garten gerne Besuch von Frosch, Kröte & Co. haben möchte, geht am Besten jetzt im Herbst an die Anlage eines Gartenteichs. Dazu sollte man die Umweltansprüche der Amphibien kennen und berücksichtigen.

Solche Teiche mag der Froschkönig (und andere Teichbewohner)

Abmessung: mindestens 20-100 Quadratmeter Wasseroberfläche mit Stockwerkbau. Die Stufen sollten etwa 20 Zentimeter breit sein und zehn Zentimeter stark mit einer Kies-Sand-Schicht bedeckt sein.

Lage: sonnig oder halbschattig

Substrat: nährstoffarmer Sand und Kies, nicht sauer. Verwenden Sie ein möglichst mageres Bodensubstrat (Kies, Sand) denn ein Teich wird schneller nährstoffreich als es man in der Regel wünscht.

Bewuchs: heimische Wasserpflanzen mit Sonnen- und Versteckplätzen

Befüllung: Regenwasser

Fische: am Besten keine. Viele Arten ernähren sich vom Laich der Amphibien und von ihren Larven. Auch von Goldfischen ist abzuraten, da diese Art ebenfalls räuberisch lebt. Falls Sie dennoch Fische einsetzen wollen, sind hier Moderlieschen zu empfehlen.

Amphibien: Am besten nicht einsetzen, sondern abwarten bis sie von selbst einwandern.
Welche Amphibien Ihren Gartenteich besiedeln, hängt davon ab, was für Arten in unmittelbarer Nähe leben. Grünfrosch, Erdkröte, Bergmolch, Teichmolch und Grasfrosch können zu regelmäßigen Besuchern werden. Gelbbauchunke, Kreuzkröte und Wechselkröte haben dagegen besondere Ansprüche an ihren Lebensraum und sind nur selten anzutreffen.
Eingesetzte Tiere, egal ob als erwachsene oder als Laich oder Kaulquappe eingebracht, werden in der Regel abwandern wollen. Im Zweifelsfall werden sie dann auf der nächsten Straße überfahren, sie verenden in Kellerschächten oder gehen im fremden Wasser direkt ein.

Umgebung: Auch den übrigen Garten amphibienfreundlich gestalten. Amphibien brauchen artgerechte Plätze zum Sonnen, zum Verstecken und zum Fressen. Am besten sind wilde Ecken mit Stauden und Hecken, mit Reisig und eventuell Totholz. Eine heimische Wildblumenwiese mit entsprechender Insektenwelt ist als Nahrungsreservoir von Vorteil.
Selbstverständlich sollte auf alle chemischen Mittel (Pestizide) verzichtet werden, die den Amphibien und/oder ihren Futtertieren und deren Futterpflanzen schaden können. Sichern Sie Brunnen, Kellerschächte und Rohre auf Ihrem Grundstück.

Weitere Informationen zum Thema "Hilfe für Frosch, Kröte und Co." erhalten Sie in der kostenlosen BUND-Broschüre "Wie hilft man einem Lurch" (zu bestellen unter 030/ 275 86 - 496) oder im Internet unter www.bund.net/amphibien

Text und Bild (Grasfrosch): W.Willner
Teaserbild: Ashley Cooper/Corbis

 

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