tipps von lesern

 

Staudenstützen: Wir haben einen großen ländlichen Garten, in dem es immer viele Holundersämlinge gibt. Da sie fast überall gedeihen, lasse ich immer einige groß werden und schneide sie alle zwei Jahre stark zurück. Das ergibt starke, ziemlich gerade Steckhölzer, die man ideal zum Stützen von Großstauden wie Rittersporn verwenden kann. Ihr helles Holz fällt nicht sehr auf und sie la­­ssen sich leichter in den Boden stecken als biegsame Hasel- oder Weidenruten. Eine Ecke für Holunder gibt es fast in jedem Garten. 

Carolin Möller, Bad Salzuflen

 

Blumenzwiebeln: Im Frühjahr haben wir immer viele vorgetriebene Zwiebelblumen im Haus. Nach der Blüte kommen Sie ins Freie, wo wir sie noch regelmäßig gießen. Erst wenn das durch die Zimmerkultur untypisch lange Laub im späten Frühjahr abgestorben ist, pflanzen wir sie entsprechend tief in den Garten. Direkt aus dem Topf ins Beet gesetzte Zwiebeln müssen nach der Blüte noch einmal herausgenommen und tiefer gesetzt werden. Dann blühen sie nächstes Jahr wieder!

Susanne Diekmann, Bielefeld

 

Splitt statt Gras: Eine Fläche aus Splitt hat viele Vorteile. Da unter den Steinchen ein dichtes Vlies liegt, haben wir kaum Probleme mit Unkraut. Das Harken des wellen­förmigen Musters ist für uns Meditation, nicht Arbeit. Zweimal im Monat reicht völlig aus um die Fläche gegpflegt zu halten.

Eva & Dietmar Sellner, Frankfurt

 

Gegenpole schaffen: Für eine lebendige Gestaltung in den Beeten haben wir Gegensätze geschaffen. Wir achten bei der Pflanzenwahl darauf, dass filigrane, leichte Blüten über der Grundbepflanzung schweben. Da die Blütezeit der Stauden begrenzt ist, sollte auch die Belaubung attraktiv und abwechslungsreich sein. Durch ganz unterschiedliche  Höhen, Farben und Formen gelingt es, Spannung in Rabatten zu bringen.

Mechthild & Bruno Kratzke, Helpup

 

Vorgetriebene Dahlien der Sorte 'Arabian Night' sind von Mai bis Oktober mit dunkelroten Blüten Blickfang in der roten Rabatte. Gut kombinieren lassen sie sich mit rotlaubigem Holunder (Sambucus nigra 'Black Beauty'), den wir jedes Jahr bodennah zurückschneiden. Kräftige Triebe geben der Staudenrabatte tolle Struktur.

Familie von Ah, Stalden

 

Statt der klassischen Buchsbepflanzung empfehlen wir allen, die es eilig haben, Lonicera nitida 'Maigrün'. Die Heckenkirsche wächst schneller, ist robuster und preisgünstiger als Buchs. Sie lässt sich wunderbar formen, muss aber öfter geschnitten werden. Auf den ersten Blick ist sie kaum vom Buchs zu unterscheiden.
Forsythien in Form: Forsythien eignen sich hervorragend zum Formschnitt. Vor drei Jahren haben wir zwölf Hochstämmchen gekauft und daraus eine Allee gepflanzt. Nach der Blüte im Frühsommer schneiden wir die Kronen kräftig zurück. Ein Grundschnitt im Jahr reicht völlig aus. Einzelne Triebe werden zwischendurch herausgeschnitten. Mehr Pflege ist nicht nötig.

Bärbel Möller, Detmold

 

Unser gesamter kleiner Garten ist von unserer Parterre-Wohnung aus sehr gut zu sehen. Deshalb habe ich auch keine Möglichkeit, einen Kompostplatz anzulegen. Ich hatte als Mulch und Winterschutz die ersten Jahre das Laub unseres Feldahorns und der Hainbuche einfach auf die Beete verteilt. Das sieht, wenn das Laub noch goldgelb ist, auch sehr gut aus; ist es jedoch abgetrocknet und braun, wird es zu einer "Zeitungsschicht" und verhält sich auch so. Das bedeutet, dass die Frühlingszwiebeln sich da irgendwie "durchspießen" müssen, und oft noch Laubfetzen mit nach oben schaffen. Sieht scheußlich aus. Außerdem verrotten die Blätter nicht und müssen dann im Frühjahr doch noch abgerecht werden.

Daher verfahre ich seit zwei Jahren so:
Vor dem Laubfall wird unser kleines Rasenstück sehr gut abgemäht. Dann alle verfügbaren Blätter zusammengerecht und zweimal mit dem Rasenmäher darübergefahren. Auf die Beete kommen dann zuerst Hornspäne und dann die geschretteten Blätter. Die großen Fetthennen werden mit ihren eigenen Blütenbüschen zugedeckt; das gibt schöne Hügelchen. Die zerkleinerten Blätter sehen nicht nur viel besser aus, sondern sind auch für die Zwiebelpflanzen kein Problem mehr. Im Frühjahr muss nichts mehr abgerechet werden; die Blätter werden von den aufkommenden Stauden locker verdeckt und sind im Herbst nicht mehr zu sehen. Außer mir freuen sich auch die Vögel, denn in den zerkleinerten Blättern kann man wunderbar herumwühlen.

Ulrike Arnold, Erbach

 

 

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