

Außer Sonne und Wasser braucht er nicht viel zum Gedeihen. Von beidem aber liebt er reichlich. Denn auch wenn man blütenbedeckte Oleandersträucher im Urlaub sieht, die in scheinbar knochentrockenem Boden stehen, trügt da doch der Schein. Die Pflanzen holen sich ihr Wasser aus tieferen Bodenschichten. Von Haus aus ist der immergrüne Strauch mit den dunkelgrünen lanzettlichen Blättern nämlich feuchte Standorte gewöhnt. Er ist ein typisches Gehölz der Auenlandschaft und muss dort mit regelmäßigen Überschwemmungen zurechtkommen. Damit hat er sichtlich keine Schwierigkeiten, denn auch im Kübel macht ihm vorübergehende Staunässe weit weniger aus als etwa den wurzelempfindlichen Zitrusgewächsen oder dem Hibiskus.
Bei der Überwinterung bei uns mag sie am liebsten kühle Temperaturen von 5 bis 10 °C. Dann sollte sie nur gelegentlich gegossen werden. Licht ist aber ? wie bei allen Immergrünen ? auch im Winter wichtig. In dunklen Kellern ist Laubfall unvermeidbar.
Oleander-Experten empfehlen, die Pflanzen so spät wie möglich einzuräumen und so früh wie möglich wieder ins Freie zu stellen. Wenn es nach einer rsten Kältewelle im Herbst wieder milder wird, sollten die Pflanzen besser wieder draußen stehen. Erst bei Frösten unter -5 °C müssen die Pflanzen ins Haus.
Beim Kauf einer Pflanze sollte man nicht nur auf die Blütenfarbe achten. Viele der häufig angebotenen Sorten sind so starkwüchsig, dass sie für ihr Winterquartier schnell zu groß werden. Besser ist es, Namenssorten zu kaufen, die auch nach zehn Jahren noch ein ansprechendes Kübelformat haben und mit einer reichen Blüte erfreuen.