blattschmuckstauden für sonne und schatten

Heuchera (Bild: B. Banse)

Blattschmuck für die SonneDie meisten Blattschmuckstauden ziehen halbschattige bis schattige Gartenbereiche vor. Es gibt aber auch Stauden, die sich mit ihren attraktiven Blättern in der Sonne wohlfühlen.

Purpurglöckchen (Heuchera)
Das Purpurglöckchen (Bild) ist eine Blattschmuckstaude par excellence für sonnige bis halbschattige Plätze. Es überzeugt mit seinem schmucken Blattkolorit in den Farben Grün, Creme, Rot oder Braun. Die Blätter sind gewellt oder gefranst. Purpurglöckchen sind ganzjährig attraktiv und lassen sich besonders gut mit Blütenstauden kombinieren.

Salbei (Salvia)

Sein Name kommt von salvare = heilen. Er beinhaltet viele Sorten mit toller Blattschmuckwirkung. Neben der entzündungshemmenden Heilwirkung der jungen, aromatischen Blätter bringen die bunten Blattvarianten Abwechslung in den Kräuter- oder in den Steingarten. Salvia officinalis 'Berggarten' glänzt mit relativ großem silbernem Blatt. Ein gelb-grün panaschiertes Blatt trägt Salvia officinalis 'Icterina' (Salbei).

Blaukissen (Aubrieta)
Beim Blaukissen gibt es neue Sorten wie Aubrieta 'Downers Bont', deren grüne Blätter einen cremeweißen Rand tragen.

Silber-Strauchwermut (Artemisia arborescens 'Powis Castle')
Eine weitere Blattschönheit für sonnige Standorte ist der Silber-Strauchwermut. Er überzeugt mit feinem silbrigem Laub, in rauen Gegenden ist ein Winterschutz empfehlenswert.


Hakonechloa macra 'Aureola' (Bild: P. Behrens)

Blattschönheiten im Schatten

Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera)
Das Kaukasus-Vergissmeinnicht sorgt mit seinen schönen herzförmigen Blättern dafür, dass keine Langeweile im Schattenbeet aufkommt. Die Sorte Brunnera macrophylla 'Jack Frost' besticht durch ihr silbriges Laub, das von dunkelgrünen Blatträndern und Blattadern gezeichnet ist.

Farne
Faszinierende Blattschmuckstauden sind Farne. Ihr Markenzeichen sind die Blattwedel, die sich im Frühjahr kunstvoll entfalten und dann dauerhafte, ordnende Strukturen in den Garten bringen.

Bergenien
Neben Farnen sind Bergenien unverzichtbare Blattschönheiten, die viele Gartenbereiche schmücken. Sie wirken besonders gut, wenn Sie in Gruppen gepflanzt werden. Im Winter färben sich die Blätter vieler Sorten leuchtend rot. Rotlaubige Sorten bringen schon im Frühjahr einen schönen Farbkontrast beispielsweise zu Blumenzwiebeln. Bergenien sind robust, langlebig, ganzjährig schön und vertragen erstaunlich viel Trockenheit. Eine empfehlenswerte Sorte ist Bergenia 'Herbstblüte', sie blüht beständig nach, was vor allem für Spätfrost gefährdete Gegenden ein Vorteil ist.

Lungenkraut (Pulmonaria)
Das Lungenkraut  ist eine Staude, die immer noch viel zu wenig bekannt ist. Früher durfte das Heil-Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), eine heimische Wildstaude, in keinem Bauerngarten fehlen. Neben den attraktiven weißen, blauen oder rosaroten Blüten der modernen Gartenformen ist die größere Zierde das schöne, teils gefleckte Laub. So die Sorte Pulmonaria saccharata 'Lewis Palmer' mit weiß geflecktem Blatt oder Pulmonaria saccharata `Majesty´ mit silbrigen attraktiven Blättern. Eine mächtige Staude für den schattigen Bereich ist Rodgersia podophylla 'Rotlaub'. Sie erreicht Höhen bis zu 150 cm und besticht durch ihre großen handförmigen, im Austrieb rötlichen Blätter.

Gräser
Was wäre ein Garten ohne Gräser? Bei den Gräsern sind viele ausgesprochene Blattschönheiten dabei. So findet man im Seggen-Sortiment (Carex) zahlreiche gelb- oder weiß gerandete Sorten. Bei uns noch wenig verbreitet ist das Goldbandgras (Hakonechloa macra 'Aureola', Bild). Seine leuchtend goldgelben überhängenden Blattschöpfe lassen sich sehr gut mit Funkien und Bergenien kombinieren.

Neben dem dekorativen Aspekt der Blätter in der Gartengestaltung lassen sich viele Blattschmuckstauden sehr gut in der Floristik verwenden. Hosta-Blätter eignen sich ideal als Grün für die Straußbinderei. Farne (Dryopteris, Polystichum), Bergenien (Bergenia), Gräser (Miscanthus, Carex) oder Frauenmantel (Alchemilla) verschönern selbst gepflückte Blumensträuße mit ihrem Blattgrün.

Quelle: Bund deutscher Staudengärtner im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG)
Bild Brunnera J. Peters

 

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