sonnengelbe frühlingsboten

Osterglocke hin, eingetopfte und millionenfach im Vorfrühling verschenkte ?Tête-à-Tête?-Narzisse her ? auch jenseits der sonniggelben Muntermacher gibt es Narzissen, die eine Beschäftigung mit der Gattung zu einer Entdeckungsreise gestalten.
 

  • Die weißen Dichternarzissen, die ihre orangeroten Krönchen oft erst im Mai in die laue Luft recken gehören als reine Art Narcissus poeticus zu den gesuchtesten Narzissen für den Garten. Wer sie ansiedelt, muss damit rechnen, im ersten Jahr auf eine Blüte zu verzichten. Die Dichternarzisse ist heikel und braucht oft ganz einfach Zeit.
  • Robuster ist eine der ältesten Poeticus-Sorten: ?Actaea?.
  • Alle Gartennarzissen gedeihen hervorragend auf nahrhaften und nicht zu Staunässe neigenden Gartenböden. Einzig extrem saure Böden, wie sie in Moorbeeten vorkommen, scheinen die Wuchskraft der Zwiebeln auf Dauer zu dämmen.
  • Generell werden Narzissen im Herbst gepflanzt, aber auch im Frühjahr nach der Blüte ergibt sich oft die Gelegenheit, die Pflanzen umzusetzen.
  • Gruppen, die zu dicht stehen und in der Blühwilligkeit nachlassen, gewinnen durch Teilung wieder an Vitalität. Dazu mit einer Grabegabel ausforken und die Zwiebeln auseinander nehmen. Im Abstand von anderthalbfacher Zwiebelbreite wieder einsetzen. Die Pflanztiefe sollte ungefähr die doppelte Zwiebelhöhe betragen.
  • Während der Wachstums- und Blütezeit benötigen Narzissen ausreichend Feuchtigkeit. Deshalb sagen ihnen nahrhafte Gartenböden besonders zu.
  • Für solche Anspruchslosigkeit muss man einen Tribut zahlen: Nach der Blüte darf das Laub bis zum Vergilben an der Pflanze bleiben, um Nährstoffe für die nächste Blütezeit zu sammeln. Das kann angesichts großer Narzissenpflanzungen optisch ein echtes Problem sein, wenn verrottende Blattmassen einen unschönen Anblick bieten.
  • In Staudenbeeten lässt sich dieses Manko durch die Vergesellschaftung mit höher wachsenden Stauden beheben. Ihr Austrieb verdeckt das Laub schnell.
  • In Wiesen sieht das deutlich anders aus: Hier muss man in Kauf nehmen, dass mit dem Laub auch das Gras wächst. Deshalb schließen sich englischer Rasen und Blumenzwiebelpracht auf ein und derselben Fläche aus.

Narzissen von Januar bis Ende Mai ? mit unserer Top-Liste ist es möglich!

Hohe Sorten für Beete:
?Bravoure? (weiß mit gelber Krone), ?Mount Hood? (weiß), ?Birma? (gelb mit orangem Krönchen), ?Cheerfulness? (weiß gefüllt, mehrblütig), ?Spellbinder? (schwefelgelb), ?Sweetness? (gelb, süß duftend).
Spät blühend (Ende April, Mai): ?Actaea? (Dichternarzisse), ?Edna Earl? (Dichternarzisse). ?Irene Copeland? (weiß gefüllt).

Mittelhohe Sorten für Beete:
Früh (ab Februar): ?February Gold? (gelb), ?February Silver?(weiß mit gelber Krone), ?Jack Snipe? (weiß mit zitronengelber Krone), ?Peeping Tom? (gelb).
Mittel: ?Thalia? (weiß, mehrblütig).
Spät: ?Pipit? (zitronengelb, duftend).

Niedrige Sorten für den Steingarten:
Früh: Narcissus bulbocodium (Reifrocknarzisse), Narcissus cyclamineus (Alpenveilchennarzisse), ?Tête-àTête? (gelb, mehrblütig).?
Mittel: Narcissus triandrus (weiße Engelstränennarzisse), ?Minnow? (weiß mit gelbem Krönchen, mehrblütig).
Spät: ?Hawera? (gelbe Engelstränennarzisse).

Pflanzung:
Neue Narzissen im Herbst ungefähr doppelt so tief setzen, wie die Zwiebel hoch ist. Wie alle Amaryllisgewächse lassen sich die Bestände auch nach der Blüte teilen und umpflanzen. Für alle Sorten ist viel Licht während der Blüte wichtig, sonst lässt die Blühwilligkeit nach! Besonders gut machen sich Narzissen in Staudenbeeten zwischen höherwachsenden Stauden und laubabwerfenden Gehölzen die das welkende Narzissenlaub mit dem neuen Austrieb verdecken.

 

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