die unverfrorenen: schneeglöckchen

 

Weitere faszinierende Fotos von Schneeglöckchen gibt es hier.


 

Ein echter Hoffnungsschimmer in der kalten Winterzeit sind die zarten Blüten der Schneeglöckchen. Zwischen November und April ist - je nach Sorte - ihre große Zeit.

Aber: Schneeglöckchen ist nicht gleich Schneeglöckchen. Man muss schon genauer hinsehen. Natürlich bleibt die Grundfarbe immer Weiß und die der Markierungen immer Grün - mit Ausnahme der wenigen Sorten, die hier ein zartes Gelb zeigen.

Es gibt verschieden stark und regelmäßig gefüllte Blüten und unterschiedliche Befestigungen dieser Wunderwerke aus vielen Variationen von Perianthblättern. Zu den Charakteristika, die jeder Schneeglöckchen-Kenner zu schätzen weiß, zählen die verschiedenen Markierungen auf dem Krönchen in der Mitte, das eigentlich aus drei nicht miteinander verwachsenen inneren Perianthen besteht. Leicht versetzt stehen die drei äußeren, die nach dem Öffnen mehr oder weniger zurückgebogen sind. Die Markierungen sind manchmal kaum sichtbar, oft dick und saftig grün. Bei einigen sehr begehrten Sorten bedecken sie sogar die gesamte Blütenmitte. An ihnen kann eine Art in der Regel identifiziert werden.

In Kultur sind die Schneeglöckchen, allen voran natürlich das heimische und oft verwilderte Galanthus nivalis, recht anspruchslos. Allerdings scheint es ihnen in manchen Gärten nicht zu behagen. Trockene Böden im Winter oder Frühjahr sind ungünstig. Denn dann brauchen die dünnhäutigen Zwiebeln ausreichend Feuchtigkeit, um in Saft und Kraft für üppige Blütenmeere in Weiß über dem graugrünen Laub zu sorgen.

Und noch ein Tipp für alle Liebhaber: Am 28. Februar und 1. März 2009 finden in Nettetal die 3. Schneeglöckchentage statt. Als größte Veranstaltung dieser Art in Deutschland haben sich die Schneeglöckchentage inzwischen auch international einen Namen gemacht. Das Sammeln von Schneeglöckchen (Galanthus), von denen es inzwischen mehrere Hundert verschiedene Sorten gibt, erfreut sich nicht nur hierzulande wachsender Beliebtheit. Ursprünglich stammt die seltene Leidenschaft aus dem garten- und pflanzenbegeisterten England. Günter Waldorf, Initiator der Schneeglöckchentage, hat in seiner Sammlung allein 280 Sorten. Der Garten kann während der Veranstaltung besichtigt werden. Handverlesene Aussteller aus dem In- und Ausland bieten neben Schneeglöckchen auch andere Zwiebelblumen, Stauden- und Gehölzraritäten an. Die persönliche Atmosphäre und der ungezwungene fachliche Austausch machen die Schneeglöckchentage auch 2009 zu einem ersten Highlight im Garten-Terminkalender.
Interessant ist für Sammler auch das Internetportal www.galanthus-online.de, das rund um die kostbaren kleinen Zwiebelpflanzen viele Informationen und Sortenbeschreibungen mit Bildern bietet.

 


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